In meinem Himmel Filmkritik

In meinem Himmel (The Lovely Bones) aus dem Jahr 2009 ist ein Film von Regisseur Peter Jackson und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alice Sebold. Den habe ich bereis rezensiert, und meine Meinung auf Zwischen den Seiten veröffentlicht.

In einer kleinen Stadt der 1970er Jahre in Pennsylvania wird die 14-jährige Susie Salmon (Saoirse Ronan), ein wohlbehütet aufgewachsenes Mädchen, auf dem Weg nach Hause von ihrem Nachbarn Mr. Harvey (Stanley Tucci) ermordet. Ihre Leiche bleibt verschollen und die Familie muss lernen mit dem Verlust der geliebten Tochter umzugehen. Susie allerdings ist noch nicht bereit die Welt hinter sich zu lassen und befindet sich in einem Zwischenreich des Jenseits. Aus diesem ihrem Himmel beobachtet sie, wie die Zurückgebliebenen ihr Leben nun ohne sie meistern, und auch wenn sie selbst nicht eingreifen kann, ist sie doch irgendwie bei Familie und Freunden präsent.

Der Film hat mich sehr berührt. Zum einen fand ich Saoirse Ronan wirklich faszinierend und unglaublich passend für diese Rolle. Sie hat irgendwie etwas sehr verzauberndes an sich. Mark Wahlberg und Rachel Weisz als Susies Eltern waren nicht schlecht, auch wenn ich sagen muss, dass Rachel in ihrer Darstellung eher blass und farblos wirkte und mich nicht ganz so sehr für sich und ihre Figur erwärmen konnte.

Stanley Tucci allerdings war fantastisch. Er stellte George Harvey dermaßen widerlich und eklig dar…diese kleinen Regungen, das Grinsen, das Lachen, alles hat einem wirklich einen Schauer nach dem anderen über den Rücken gejagt. Gerade bei den Szenen mit ihm schwang ein wahrhaft greifbarer schauriger Unterton mit, dass ich die Altersfreigabe von 12 doch teilweise etwas zu niedrig fand. Natürlich waren keine blutrünstigen Szenen dabei, aber allein diese Gefühl der Beklemmung das einen einnahm, wenn man die Figur George Harvey vor Augen hatte… Vor allem habe ich zu Beginn gar nicht gewusst, dass das in dieser Rolle Stanley Tucci war. Hier mal ein kleiner Vergleich:

In seiner Rolle als George Harvey.

Und in „Der Teufel trägt Prada“.

Peter Jacksons Gestaltung von Susies Himmel war einfach nur wunderschön anzusehen. Wahrlich meisterhaft umbesetzt und einfach nur schön. Kombiniert mit dem fantastischen Soundtrack von Brian Eno mit einigen wirklich wunderschönen Songs hat mir ganz ehrlich die Tränen in die Augen getrieben. Herrlich schön.

In einigen Kritiken wurde der Film wirklich zerrissen, was ich aber nicht wirklich verstehen kann. Gut, Jackson setzt nicht das gesamte Buch um, gerade der Blick auf die sich weiterentwickelnden Familienmitglieder Susies, ihre Geschwister, die älter werden, wird hier ausgelassen. Hauptaugenmerkt liegt auf den Geschehnissen unmittelbar in der Zeit nach Susies Tod. Einige Handlungsstränge werden gedreht und dramaturgisch anders zusammengelegt, aber so ist das ja irgendwie immer bei solchen Romanverfilmungen. Trotz allem ist ein wirklich schöner Film entstanden, der definitiv einen Platz in meiner Sammlung finden wird sobald er auf DVD erscheint.

Die Herzogin Filmkritik

Die Herzogin (The Duchess), ist ein Historiendrama von Saul Dibb aus dem Jahre 2008, bei uns in Deutschland allerdings erst 2009 erschienen.

England Ende des 18. Jahrhunderts. Georgiana Spencer (Keira Knightley) wird von ihrer Mutter (Charlotte Rampling) mit dem einflussreichen Herzog William von Devonshire (Ralph Fiennes) verheiratet. Jung wie sie ist, glaubt Georgiana, der Herzog würde sie aus Liebe heiraten; sein einziges Ziel allerdings ist ein männlicher Erbe, den Georgiana (deren Fähigkeit Söhne zu gebären dem Herzog von ihrer Mutter wahrlich angepriesen wurde) ihm schenken soll. Nach einer eher unterkühlten Hochzeitsnacht stellt Georgiana bald schon fest, dass ihr Ehemann diverse Liebschaften unterhält. Als er auch noch eine uneheliche Tochter in sein Haus bringen lässt, an der Georgiana ihre mütterlichen Fähigkeiten für den zukünftigen Sohn erproben soll, stellt sie fest wie wenig sie William zu bedeuten scheint. Zwei eigene Töchter und zwei Fehlgeburten später ist das Verhältnis der beiden mehr als abgekühlt. Bald schon steigt Georgiana zur umjubelten Fashion-Ikone ihrer Zeit und zur politischen Aktivistin auf. Die außerehelichen Aktivitäten ihres Mannes scheinen vergessen, bis sie ihn mit ihrer besten Freundin Lady Bess Foster (Hayley Atwell) erwischt. Gedemütigt flüchtigt sie sich immer mehr in die Freuden der Gesellschaft und genießt die Aufmerksamkeit, die man ihr dort entgegenbringt. Und bald schon intensiviert sich ihre Bekanntschaft mit dem aufstrebenden Jungpolitiker Charles Grey (Dominic Cooper), den sie aus ihrer Jungend kennt…

Ein wirklich schöner, berührender Film. Man fühlt mit Georgiana mit, die Keira Knightley ehrlich sehr überzeugend darstellt. Ralph Fiennes ist wie immer großartig, die anderen Darsteller verblassen fast schon etwas neben ihm und Keira. Gerade Dominic Cooper als Charles Grey erscheint mit persönlich sehr flach und stereotypisch.

Das Kostümdesign von Michael O’Connor ist wirklich atemberaubend und machen den Titel Fashion-Ikone, den Georgiana (übrigens eine Vorfahrin von Prinzessin Diana) trägt, alle Ehre. Zu Recht hat O’Connor dafür einen Oscar verliehen bekommen. Und auch die Frisuren sind keinesfalls zu verachten. Wirklich sehr gelungen.

Der Soundtrack, komponiert von Rachel Portman, ist sehr stimmig und passend, und fügt sich perfekt in das Ambiente des Filmes ein.

Ein gelungener Film über das Schicksal einer Frau, die vielleicht mehr von ihrem Leben erwartet hatte, aber letztenendes genau dadurch unvergessen blieb.

Das Bildnis des Dorian Gray Filmkritik

Ganz frisch und aktuell hier noch die Review zu Oliver Parkers neuestem Werk Das Bildnis des Dorian Gray (Dorian Gray) von 2009, in Deutschland aber erst seit Mitte April 2010 in den Kinos.

Dorian Gray (Ben Barnes) zieht nach London, um das Erbe anzutreten, das ihm sein Großvater Lord Kelso hinterlassen hat. Recht schnell lernt er den Maler Basil Hallward (Ben Chaplin) kennen, der beginnt, ein Portrait von dem jungen Schönling anzufertigen. Auf einer der vielen Londoner Partys macht Dorian die Bekanntschaft von Lord Henry Wotton (Colin Firth), von vielen nur Harry genannt. Dieser recht zynische, aber doch sehr faszinierend Mann beginnt den unschuldigen Dorian zu beeinflussen, nimmt ihn mit in Bars, Clubs und Bordelle. Nach Ferigstellung von Basils Portrait ist der junge Dorian schnell das Stadtgespräch und Dorian stellt fest, dass er sogar seine Seele dem Teufel überlassen würde, wenn er nur auf ewig so aussehen könnte wie auf Basils Gemälde. Er beginnt das Leben zu leben, das Harry ihm predigt, verführt Frauen, trinkt und feiert. Er verlobt sich mit einer einfachen kleinen Schauspielerin namens Sybil Vane (Rachel Hurd-Wood), lässt sich aber von Harry überzeugen diese Verbindung wieder zu lösen, was das Mädchen in den Tod und ihren Bruder, der versucht Dorian für den Verlust seiner Schwester ebenfalls umzubringen, in die Irrenanstalt. Bald schon stellt Dorian fest, dass sein Portrait ein Eigenleben zu entwickeln scheint und sich verändert. Um es vor Blicken anderer zu verbergen, versteckt er das Bild auf dem Dachboden seines Hauses. Bald des Londoner Lebens müde, begibt er sich auf eine Weltreise. Als er zurückkehrt, ist Harry inzwischen ergraut und dessen Tochter Emily (Rebecca Hall), die zu Beginn von Dorians Reise noch gar nicht auf der Welt war, inzwischen eine junge Frau. Das Unheil nimmt seinen Lauf…

Ich hoffe ich habe nicht zuviel verraten. Zumindest werde ich hier erst einmal keinen Vergleich zwischen Oscar Wildes Werk und der filmischen Umsetzung ziehen, da ich dafür das Buch zunächst noch einmal lesen muss. Regisseur Oliver Parker allerdings gilt als Wilde-Spezialist, und so ist dieser Film nicht der erste von ihm, der auf einer Literaturvorlage von Oscar Wilde basiert.

Insgesamt hat mich der Film sehr fasziniert. Die Inszenierung war wirklich gelungen, der Soundtrack von Charles Mole hat die Wirkung, die der Film erziehlen wollte, perfekt eingefangen und verstärkt. Besonders gelungen fand ich die Szenen mit dem Portrait von Dorian, dem zunächst sehr kleine Änderungen anzumerken waren, bald aber schon begannen sich Maden im ach so schönen Gesicht zu tummeln. Auch war die Kamera dort gut eingesetzt, es wirkt, als würde das Bild quasi Dorian beobachten und anstarren. Auch waren immer wieder, gerade im späteren Verlauf des Filmes, die schweren Atemzüge des malträtierten Kunstwerkes zu hören. Und auch die Gestaltung des Bildes am Ende des Filmes war zwar „unappetitlich“, aber mehr als gelungen. Sehr schön inszeniert fand ich nebenbei auch noch die diversen lasterhaften Bettgeschichten, denen sich Dorian im Laufe seines Lebens hingibt. Geschmackssache ja, aber szenetechnisch sehr ansprechend gestaltet.

Ben Barnes spielt fantastisch, und auch Colin Firth ist die perfekte Besetzung für den Zyniker Henry Wotton. Aber Ben Barnes, am ehesten ja bekannt in seiner Rolle als Prinz Kaspian von Narnia hat mich wirklich umgehauen. Ich habe ihm wirklich jedes noch so kleine Bisschen vollends geglaubt.

Und bevor ich hier noch mehr ins Schwärmen gerate: Der Film ist wirklich gelungen, fasziniert und begeistert, wenn man sich darauf einlässt. Ich zumindest fand ihn wirklich toll.

Remember Me Filmkritik

Nun habe ich also letztendlich doch den aktuellen Film mit Mädchen-Schwarm Robert Pattinson im Kino gesehen. Remember Me ist ganz aktuell ein Film von 2010 von Allen Coulter, der sich eigentlich eher als Regisseur einiger Folgen bekannter TV-Serien wie Sex and the City, The Sopranos, Akte X, Six Feet Under und Rom einen Namen machte.

Kurz zur Story: Der rebellische junge Mann Tyler Hawkins (Robert Pattinson) hat große Probleme mit seinem Vater Charles (Pierce Brosnan), da diesem scheinbar sein Erfolg als Anwalt wichtiger ist und er Tyler und dessen kleine Schwester Caroline (Ruby Jerins) sehr vernachlässigt. Nachdem Tyler eine Schlägerei verhindern wollte, wird er vorübergehend festgenommen und mithilfe seines Vaters wieder einmal aus seinen Schwierigkeiten befreit. Später erkennt Tylers Klassen- und Zimmerkamerad Aidan (Tate Ellington) in der Mitstudentin Ally (Emilie de Ravin) die Tochter des Polizisten, den Tyler provoziert hat. Als Revanche für die unfaire Behandlung, schlägt er Tyler vor, mit Ally anzubandeln.

Ab hier können durchaus Spoiler folgen. An sich bin ich sehr skeptisch in den Film gegangen, da ich mir absolut nicht sicher war, inwie weit es Pattinson gelingen würde von der Art zu spielen wegzukommen, die man aus Twilight und New Moon kennt: entweder mehr als nur leidend zu schauen, oder ein schiefes Grinsen aufzusetzen. Und ich muss zugeben, abgewendet wurden meine Vorurteile nicht. Mir sind nur die beiden genannten Dinge aufgefallen, daneben natürlich die Szenen, in denen der junge Mann ganz cool einen auf James Dean machen wollte (was er ja auch bei diversen Fotoshoots schon gerne gezeigt hat). Man merkt, ich bin kein großer Pattinson-Fan (und ja, ich habe sowohl Twilght als auch New Moon gesehen). Für mich wird er einfach zu hoch gelobt, aufgrund seiner Rolle als Edward schoss er quasi über Nacht aus dem Boden und direkt in der Herzen vieler Mädchen und Frauen (kann mir keine erzählen dass sie ihn damals als Cedric Diggory sexy fand). Zeit, sein Talent auch in anderen Rollen zu zeigen hatte er bisher nicht allzu viel, und er sollte sich vielleicht erst einmal noch ein paar neue Gesichtsausdrücke zulegen. Nebenbei ist mir aufgefallen, dass er seinem Gegenüber sehr selten direkt in die Augen, sondern eher schräg vorbei sieht…

Nun aber genug dazu, und weiter mit meiner Meinung zum Film. Vom Hocker gerissen hat der mich auf keinen Fall. Alles plätscherte so dahin, es gab keine Höhen, keine Tiefen, alles folgte einer langatmigen Linie und war für mich teilweise wirklich sehr vorhersehbar. Und auch die Masche: Schnappt dir das Mädchen, das dann natürlich total beleidigt ist wenn es erfährt dass das nur eine Wette war und es da auch nicht hilft wenn er sagt, er mag sie trotzdem, kennen wir schon zur Genüge aus diversen Teenie-Filmen.

Die Kameraführung war (gerade bei den Außen-Szenen) teilweise sehr wackelig, was mich doch sehr gestört und meinen Blick oft eher in Richtung Bildrand gezogen hat. Einige Szenen fand ich sehr übertrieben, zum einen die Szene mit der Polizei. Wegen einer solchen Kleinigkeit plötzlich von einem Polizisten eine Platzwunde verpasst zu bekommen und mit aufs Revier und in die Zelle zu müssen… Unglaubwürdig für mich in dem Moment. Genau wie die Geschichte, in der Tylers kleiner Schwester Caroline die Haare abgeschnitten wurden. Die Reaktionen der einzelnen Charaktere waren mir so extrem. Muss ich deswegen als ach so toller Anwalt denn gleich dafür sorgen, dass die Mädchen die für diese Aktion verantwortlich waren (und die nicht in der Schule sondern auf einer Geburtstagsfeier stattgefunden hat) gleich der Schule verwiesen werden?

Das Ende allerdings fand ich sehr gelungen. Unerwartet. Fast schon denkt man, alles wird so ein Friede-Freude-Eierkuchen Happy End. Tyler hat das Mädchen, versöhnt sich mit seinem Vater, der sich nebenbei wieder mehr um seine kleine Tochter bemüht… Und dann erkennt man das Datum des betreffenenden Tages, und erkennt das Gebäude in dem Tyler auf seinen Vater wartet. 11. September 2001, World Trade Center.

Ein eher durchschnittlicher Film, mit einem stimmigen Ende und einem angenehmen, aber nicht unbedingt begnadeten Soundtrack von Marcelo Zarvos. Geschmackssache.

Die Legende von Beowulf Filmkritik

Die Legende von Beowulf (Beowulf) stammt aus dem Jahre 2007. Regie führte Robert Zemeckis (Forrest Gump), am Drehbuch arbeiteten außerdem Neil Gaiman und Roger Avary (Pulp Fiction) mit.

Vor Jahrhunderten, als die Helden der Legenden noch lebten, zieht der junge Recke Beowulf (Ray Winstone) vom Volk der Geatas in den Krieg gegen ein menschenverschlingendes Monstrum namens Grendel (Crispin Glover), das seit geraumer Zeit Dänemark und seinen König Hrothgar (Anthony Hopkins) heimsucht. Mit seinen unerschrockenen Kampfgefährten gelingt es Beowulf, die Dänen zu befreien und das Ungeheuer zu töten. Das erweckt den Zorn von dessen Mutter (Angelina Jolie), einem bösartigen Verführungsgeist, der sich an Beowulf für seine Tat rächen will.

Trotz oben genannter Schauspielgrößen sowie John Malkovich und Brendan Gleeson in weiteren Rollen, konnte mich der Film überhaupt nicht begeistern. Die Story war sehr flach und eher schwach aufgezogen, Spannung gab es kaum, nur einige viele Längen. Die Charaktere, da komplett animiert wie im Polarexpress, besaßen abgesehen von ein paar Mundbewegungen ebenso viel Mimik wie das botox-optimierte Gesicht von Nicole Kidman.

Vielleicht, könnte man sagen, habe ich die komplette „Gewalt“ des Filmes gar nicht wahrgenommen, da ich ihn nur normal im TV und nicht in 3D oder damals in den IMAX-Kinos gesehen habe. Trotzdem macht das das größte Manko für mich , die fehlende Mimik und die dadurch abhanden gekommene Charaktertiefe sowie die schwache Story bestimmt nicht wett.

Fazit: Ein mehr als schlechter Film, der mich in keinster Weise überzeugen konnte.

Unsere Ozeane Filmkritik

Unsere Ozeane (Océans)  ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2009 von den beiden französischen Regisseuren Jacques Perrin und Jacques Cluzaud, der 2010 in die deutschen Kinos kam.

Der Film zeigt in wirklich wunderschönen Aufnahmen unsere Weltmeere und ihre Bewohner. Man verfolgt einen Leguan bei der Futtersuche, beobachtet Delfine und Seevögel bei der Jagd auf kleine Fischschwärme, welche in faszinierenden Kugelformationen schwimmen. Rochen, Wale, ungewöhnliche Tiefseefische, Krebse in wahren Armeen auf dem Meeresboden…

Neben den typischen Geräuschen des Ozeanes, Walgesängen, Delfinstimmen und ähnlichem trägt ganz besonders der Soundtrack von Bruno Coulais zum Zauber des Filmes bei, und hat mir persönlich einige Schauer über den Rücken gejagt. Ganz besonders der Titelsong „The ocean will be“, gesungen von Gabriel Yacoub. Wunderschön.

Einzig negativer Punkt ist die O-Ton-Stimme des Sprechers Matthias Brandt. Zwar sind die Kommentare insgesamt vielleicht nicht länger als 10 Minuten, allerdings fand ich die Stimme eher schlecht gewählt. Zu eintönig, zu einschläfernd.

Sonst ist der Film aber wirklich sehenswert. Es werden uns Dinge gezeigt, die die meisten so wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen werden. Und genau das ist es, was einem meiner Meinung nach in diesen Film zieht. Die Faszination der Welten unter der Meeresoberfläche.

Alice im Wunderland Filmkritik

Alice im Wunderland (Alice in Wonderland) ist ein Film vom wahrhaft göttlichen Tim Burton aus dem Jahre 2010. Es sei gleich gesagt dass ich mich nicht zur 3D-Version äußern kann, da ich diese bisher nicht gesehen habe.

Die 19-jährige Alice, ein rebellischer Geist in der viktorianischen Gesellschaft, soll heiraten. Viel neugieriger als auf einen aristokratischen Langeweiler ist sie aber auf ein Kaninchen, dass sie nach Unterland lockt. Ein unterirdisches Wunderland mit seltsamen Geschöpfen, die ein Ende der Schreckensherrschaft der Roten Königin herbeisehnen. Nur Alice kann es einer Prophezeiung zur Folge herbeiführen, unterstützt von ihren neuen Freunden, wie dem verrückten Hutmacher, die wissen, was sie vergessen hat: Alices Ankunft ist eine Rückkehr.

Ich liebe die Geschichte um Alice. Schon den alten Disney-Trickfilm damals habe ich vergöttert. Und auch dieser Film gefällt mir wirklich. Zwar hat man den Eindruck, alles rennt wirklich mehr als schnell dahin und Ruhepausen, sowohl für Charaktere als auch Publikum, gibt es kaum. Was aber nicht unbedingt schlecht ist oder negativ erscheinen soll. Johnny Depp als Hutmacher war einfach fantastisch, und auch die unbekannte Mia Wasikowska ist zuckersüß und spielt Alice wunderbar. Ganz besonders mochte ich auch Anne Hathaway als Weiße Königin, und natürlich Helena Bonham Carter als Rote Königin, Alan Rickman, der seine Stimme der Raupe Absolem verlieh (gut, dass sie hier ebenfalls die deutsche Synchronstimme von Alan eingesetzt haben), und die Grinsekatze war so wie ich sie erwartet habe. Einfach toll. Das Finale ist grandios, und der Abspann, in dem nach und nach diverse Pflanzen und Blumen in einem Rankengitter zu wachsen beginnen während der wirklich fantastische Soundtrack von Danny Elfman erklingt, ist einfach nur schön.

Ich hab das Kino mit einem richtig guten Gefühl verlassen und kann sagen, dass ich den Film ehrlich gut fand.

Underworld – Aufstand der Lykaner Filmkritik

Underworld-Aufstand der Lykaner (Underworld: Rise of the Lycans), ein Film von Patrick Tatopoulos, erschien 2009 und ist ein Prequel zu Underworld.

Die eigentliche Geschichte ist schnell erzählt. In lang vergangenen Zeiten hielten die Vampire ein Heer von Lykanern. Mittels eines metallenen Halsbandes daran gehindert sich in Werwölfe zu verwandeln, dienten die Lykaner den Vampiren als Sklaven und wachten am Tage über die Festung. Lucian (Michael Sheen), der einzige geborene und nicht durch einen Biss erschaffene Lykaner, unterhält eine geheime Beziehung mit Sonja (Rhona Mitra), der Tochter des Vampirfürsten Viktor (Bill Nighy). Als es zu einem Übergriff wilder Werwölfe auf einen Trupp von Vampiren kommt, bricht Lucian aus der Festung aus, um Sonja zu beschützen. Mit Hilfe eines selbst geschmiedeten Schlüssels gelingt es ihm seine Halsfessel zu lösen und sich zu verwandeln. Viktor, der das als Verrat und Ausbruchsversuch ansieht, sperrt Lucian ein. Allerdings gelingt es Lucian und einigen anderen Lykanern zu fliehen und sich in die Wälder zurückzuziehen, wo Lucian auf Sonja wartet, die ihm folgen will. Als sie nicht auftaucht kehrt Lucian im Alleingang zurück zu Viktors Festung.

Wer Underworld gesehen hat, für den ist die hier erzählte Geschichte nichts neues. Man weiß wie es ausgeht, ist aber gespannt auf den Weg der gegangen wird, um zum bekannten Ende zu gelangen. Und auch muss ich zugeben, dass der Film für Neulinge in der Reihe wahrscheinlich eher nichts sein wird. Manche Dinge werden einfach als bekannt vorausgesetzt.

An sich ist der gesamte Film sehr dunkel gehalten, schwarz und grau dominieren ganz klar, und Sonnenschein bekommt man in einem Vampirfilm eher selten zu Gesicht (in diesem hier spielt er aber eine wichtige Rolle, allerdings möchte ich nicht zu viel verraten). Bill Nighy als Viktor ist einfach grandios und stellt den alten Vampirfürsten wirklich herrlich unliebsam dar, auch wenn es eine Szene gibt in der man fast so etwas wie Mitleid empfinden könnte. Auch Rhona Mitra macht ihre Sache gut und brilliert in ihrer „großen Szene“. Michael Sheen mag ich sowieso schon seit dem ersten Film in dem er Lucian verkörperte.

Ganz besonders mag ich das Ende des Films, in dem eine Verknüpfung zur Eröffnungsszene von Underworld gesponnen wird. Man sieht Selene (Kate Beckinsale) in ihrem weiten Mantel auf einem Vorsprung hocken. Unterlegt wird diese Szene von Cravens Worten, dass Selene Viktors Tochter ähnlich sähe…

Marie Antoinette Filmkritik

Marie Antoinette erschien 2006 und ist ein Film von Sofia Coppola (Lost in Translation).

Die Geschichte an sich ist weitgehend bekannt. Mit 14 kommt Marie Antoinette an den französischen Hof, um den Dauphin, den zukünftigen König Louis XVI.  zu heiraten. Bei der Übergabe an Frankreich muss alles österreichische ablegen, von jedem Kleidungsstück sowie ihrem geliebten Hund Mops Abschied nehmen. Marie Antoinette versucht sich am französischen Hof einzuleben, gerät in Konflikt mit der Geliebten des Königs, Madame du Barry, welcher beinahe die Allianz zwischen Frankreich und Österreich zu gefährden droht, erträgt Gerede über die (anfangs eher nicht vorhandenen)  Geschehnisse im Schlafgemach, verliebt sich in Graf Hans Axel von Fersen und wird viel zu früh und zu jung Königin von Frankreich. Währenddessen verprasst sie das Geld des Staates, lebt einen verschwenderischen und pompösen Stil, ergeht sich im Glücksspiel und gerät bald zum Hassobjekt des französischen Volkes.

Coppolas Darstellung von Marie Antoinette ist wahrlich kein typischen Historienfilm. Allein schon der sehr moderne, rockig-popige Soundtrack mit Songs von Siouxsie And The Banshees, Bow Wow Wow, The Cure, Air und The Strokes zeigt, dass hier eine Art moderne Darstellung versucht wird. Marie als blasses, eher farbloses Mädchen lässt sich vom Pomp Versailles einhüllen und vergnügt sich mit den Dingen, die Frauen lieben: Schuhe, Kleider, Männer. Kristen Dunst glänzt in ihrer Rolle (und man fühlt sich wirklich nicht an Spidermans Freundin erinnert, wie ich das in einigen Kritiken gelesen habe), lebt und liebt, bis es zum Fall kommt und die Revolution beginnt.

Große Spannungsbögen bleiben aus, der Film plätschert dahin, aber auf angenehme Weise, wenn man denn die Farben und Bilder genießen kann und will.

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