Die Herzogin Filmkritik

Die Herzogin (The Duchess), ist ein Historiendrama von Saul Dibb aus dem Jahre 2008, bei uns in Deutschland allerdings erst 2009 erschienen.

England Ende des 18. Jahrhunderts. Georgiana Spencer (Keira Knightley) wird von ihrer Mutter (Charlotte Rampling) mit dem einflussreichen Herzog William von Devonshire (Ralph Fiennes) verheiratet. Jung wie sie ist, glaubt Georgiana, der Herzog würde sie aus Liebe heiraten; sein einziges Ziel allerdings ist ein männlicher Erbe, den Georgiana (deren Fähigkeit Söhne zu gebären dem Herzog von ihrer Mutter wahrlich angepriesen wurde) ihm schenken soll. Nach einer eher unterkühlten Hochzeitsnacht stellt Georgiana bald schon fest, dass ihr Ehemann diverse Liebschaften unterhält. Als er auch noch eine uneheliche Tochter in sein Haus bringen lässt, an der Georgiana ihre mütterlichen Fähigkeiten für den zukünftigen Sohn erproben soll, stellt sie fest wie wenig sie William zu bedeuten scheint. Zwei eigene Töchter und zwei Fehlgeburten später ist das Verhältnis der beiden mehr als abgekühlt. Bald schon steigt Georgiana zur umjubelten Fashion-Ikone ihrer Zeit und zur politischen Aktivistin auf. Die außerehelichen Aktivitäten ihres Mannes scheinen vergessen, bis sie ihn mit ihrer besten Freundin Lady Bess Foster (Hayley Atwell) erwischt. Gedemütigt flüchtigt sie sich immer mehr in die Freuden der Gesellschaft und genießt die Aufmerksamkeit, die man ihr dort entgegenbringt. Und bald schon intensiviert sich ihre Bekanntschaft mit dem aufstrebenden Jungpolitiker Charles Grey (Dominic Cooper), den sie aus ihrer Jungend kennt…

Ein wirklich schöner, berührender Film. Man fühlt mit Georgiana mit, die Keira Knightley ehrlich sehr überzeugend darstellt. Ralph Fiennes ist wie immer großartig, die anderen Darsteller verblassen fast schon etwas neben ihm und Keira. Gerade Dominic Cooper als Charles Grey erscheint mit persönlich sehr flach und stereotypisch.

Das Kostümdesign von Michael O’Connor ist wirklich atemberaubend und machen den Titel Fashion-Ikone, den Georgiana (übrigens eine Vorfahrin von Prinzessin Diana) trägt, alle Ehre. Zu Recht hat O’Connor dafür einen Oscar verliehen bekommen. Und auch die Frisuren sind keinesfalls zu verachten. Wirklich sehr gelungen.

Der Soundtrack, komponiert von Rachel Portman, ist sehr stimmig und passend, und fügt sich perfekt in das Ambiente des Filmes ein.

Ein gelungener Film über das Schicksal einer Frau, die vielleicht mehr von ihrem Leben erwartet hatte, aber letztenendes genau dadurch unvergessen blieb.

1 Kommentar »

  1. Peluche Said:

    OT: ich danke dir sehr für die verlinkung :D hab dich auch direkt verlinkt ^^


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