Archive for Filme S-U

Unsere Ozeane Filmkritik

Unsere Ozeane (Océans)  ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2009 von den beiden französischen Regisseuren Jacques Perrin und Jacques Cluzaud, der 2010 in die deutschen Kinos kam.

Der Film zeigt in wirklich wunderschönen Aufnahmen unsere Weltmeere und ihre Bewohner. Man verfolgt einen Leguan bei der Futtersuche, beobachtet Delfine und Seevögel bei der Jagd auf kleine Fischschwärme, welche in faszinierenden Kugelformationen schwimmen. Rochen, Wale, ungewöhnliche Tiefseefische, Krebse in wahren Armeen auf dem Meeresboden…

Neben den typischen Geräuschen des Ozeanes, Walgesängen, Delfinstimmen und ähnlichem trägt ganz besonders der Soundtrack von Bruno Coulais zum Zauber des Filmes bei, und hat mir persönlich einige Schauer über den Rücken gejagt. Ganz besonders der Titelsong “The ocean will be”, gesungen von Gabriel Yacoub. Wunderschön.

Einzig negativer Punkt ist die O-Ton-Stimme des Sprechers Matthias Brandt. Zwar sind die Kommentare insgesamt vielleicht nicht länger als 10 Minuten, allerdings fand ich die Stimme eher schlecht gewählt. Zu eintönig, zu einschläfernd.

Sonst ist der Film aber wirklich sehenswert. Es werden uns Dinge gezeigt, die die meisten so wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen werden. Und genau das ist es, was einem meiner Meinung nach in diesen Film zieht. Die Faszination der Welten unter der Meeresoberfläche.

Underworld – Aufstand der Lykaner Filmkritik

Underworld-Aufstand der Lykaner (Underworld: Rise of the Lycans), ein Film von Patrick Tatopoulos, erschien 2009 und ist ein Prequel zu Underworld.

Die eigentliche Geschichte ist schnell erzählt. In lang vergangenen Zeiten hielten die Vampire ein Heer von Lykanern. Mittels eines metallenen Halsbandes daran gehindert sich in Werwölfe zu verwandeln, dienten die Lykaner den Vampiren als Sklaven und wachten am Tage über die Festung. Lucian (Michael Sheen), der einzige geborene und nicht durch einen Biss erschaffene Lykaner, unterhält eine geheime Beziehung mit Sonja (Rhona Mitra), der Tochter des Vampirfürsten Viktor (Bill Nighy). Als es zu einem Übergriff wilder Werwölfe auf einen Trupp von Vampiren kommt, bricht Lucian aus der Festung aus, um Sonja zu beschützen. Mit Hilfe eines selbst geschmiedeten Schlüssels gelingt es ihm seine Halsfessel zu lösen und sich zu verwandeln. Viktor, der das als Verrat und Ausbruchsversuch ansieht, sperrt Lucian ein. Allerdings gelingt es Lucian und einigen anderen Lykanern zu fliehen und sich in die Wälder zurückzuziehen, wo Lucian auf Sonja wartet, die ihm folgen will. Als sie nicht auftaucht kehrt Lucian im Alleingang zurück zu Viktors Festung.

Wer Underworld gesehen hat, für den ist die hier erzählte Geschichte nichts neues. Man weiß wie es ausgeht, ist aber gespannt auf den Weg der gegangen wird, um zum bekannten Ende zu gelangen. Und auch muss ich zugeben, dass der Film für Neulinge in der Reihe wahrscheinlich eher nichts sein wird. Manche Dinge werden einfach als bekannt vorausgesetzt.

An sich ist der gesamte Film sehr dunkel gehalten, schwarz und grau dominieren ganz klar, und Sonnenschein bekommt man in einem Vampirfilm eher selten zu Gesicht (in diesem hier spielt er aber eine wichtige Rolle, allerdings möchte ich nicht zu viel verraten). Bill Nighy als Viktor ist einfach grandios und stellt den alten Vampirfürsten wirklich herrlich unliebsam dar, auch wenn es eine Szene gibt in der man fast so etwas wie Mitleid empfinden könnte. Auch Rhona Mitra macht ihre Sache gut und brilliert in ihrer “großen Szene”. Michael Sheen mag ich sowieso schon seit dem ersten Film in dem er Lucian verkörperte.

Ganz besonders mag ich das Ende des Films, in dem eine Verknüpfung zur Eröffnungsszene von Underworld gesponnen wird. Man sieht Selene (Kate Beckinsale) in ihrem weiten Mantel auf einem Vorsprung hocken. Unterlegt wird diese Szene von Cravens Worten, dass Selene Viktors Tochter ähnlich sähe…

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